Donnerstag, 25. August 2016
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Lernen im Wald

Die „Draußen-Schule“ - Projektabschluss Juli 2010 

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Wald-Projekt der zweiten Klassen

 

Finn Fledermaus, Elena Eichhörnchen und Ben Bieber sind drei von den Schülern, die seit Februar einmal pro Woche den Klassenraum verlassen, um im Wald zu lernen. Dafür hat sich jeder der rund 50 Schüler beider zweiten Klassen einen sogenannten Waldnamen überlegt, mit dem er sich nun für die nächsten zwei Stunden ansprechen lässt. Diese werden noch einmal wiederholt, damit sie dann auch sitzen. Dann geht es auch schon los. In Zweierreihe verlässt der bestens für den Vormittag im Wald ausgerüstete Schülertrupp das Schulgelände.

„Draußenschule“, das ist Unterricht an außerschulischen Lernorten. Und welcher Lernort käme da mehr gelegen, als der gegenüberliegende Wohldorfer Wald.

Zuerst geht es zum Waldsofa. Diese kreisförmige Sitzgelegenheit aus Ästen, kleinen Baumstämmchen und Zweigen dient als Treff- und Versammlungsort für die Klassen während ihres Unterrichtes draußen. Mit der Zeit haben sich die Kinder daran gewöhnt, dass es natürlich nicht wie bei einem normalen Sofa zu Hause ist, sondern immer wieder etwas in den Ritzen krabbelt und zu entdecken ist. Dieses spontane Entdecken von Naturphänomen ist auch Teil der „Draußenschule“, an der nun im zweiten Jahr in Folge beide zweiten Klassen teilnehmen.

Kern des Konzeptes ist es, Schülern ihre natürliche Umwelt ein Stück näher zu bringen, in dem Inhalte des Lehrplanes nach draußen verlagert werden. Die Lehrpläne benennen für alle Fächer auch solche Lerninhalte, die sich entweder explizit auf die natürliche Umgebung beziehen, oder sich hervorragend in dieser behandeln lassen.

Finanziell getragen wird das Projekt für die Dauer eines Schulhalbjahres sowohl von BINGO! Die Umweltlotterie, als auch vom Schulverein. Im nächsten Schuljahr soll das Projekt nach dem Willen der Schulleitung weitergehen, dann mit den kommenden zweiten Klassen.

Johannes Plotzki / LANDSCHAFTSABENTEUER


Der Waldlehrpfad

Der historisch-ökologische Erlebnispfad wurde im Rahmen eines Projektes im Jahr 1999/2000 entworfen und ausgeführt. In besonderer Weise verbindet er Naturerleben und Stadtteilgeschichte und ist in dieser Ausführung für Hamburg einmalig.

Zielsetzung des Projektes war und ist es, eine Öffnung der Schule zum Stadtteil zu erreichen sowie den Schülern außerschulische Lernorte zu bieten. Darüber hinaus soll mit dem Projekt ein Anreiz zur Auseinandersetzung mit dem persönlichen Umfeld erreicht werden. Die Kooperation der Schule mit Stadtteileinrichtungen sowie Partizipation von Ohlstedter und Wohldorfer Bürgern und Bürgerinnen stand bei der Projektplanung im Vordergrund.




Die „Draußen-Schule“

Wald-Projekte der 2a und beider 1. Klassen 2008/2009

Seit Ende Februar verlegt die 2a jeden Mittwoch zwei Schulstunden nach draußen in den Wohldorfer Wald. Mittlerweile sind die Abläufe der „Draußen-Schule“ den SchülerInnen geläufig. Zu Beginn geht es zum eigens dafür errichteten Waldsofa, dem wöchentlichen Treffpunkt und Klassenzimmer in der Natur. Dort findet immer erst ein Austausch über vergangene Beobachtungen und Erlebnisse mit Pflanzen und Tieren statt. Da hat einer ein Amselnest gefunden, oder jemand bringt honigtriefende Bienenwaben mit, und eine andere erzählt ihre Begegnung mit einer Hummel. Dann soll es praktisch weitergehen und in Gruppen die anstehende Aufgabe gelöst werden. Es ist Frühlingszeit, also stellen wir uns vor, selber Vogeleltern zu sein. Wir wollen für den baldigen Nachwuchs ein Nest herrichten. Wie war das noch mal mit dem Amselnest? Genau - Zweige, Blätter, Moos, Grashalme und Erde. Oder lieber ein Bussardpärchen. Gut, dann einen Greifvogelhorst, der sieht so struppig und gar nicht so fein aus. Und der Zaunkönig, ja der baut sich gleich eine ganze Höhle aus feinen Zweigen. Und zum Schluss probieren die zukünftigen Vogeleltern aus, ob sie auch in ihr Nest hineinpassen.

Neben diesem Projekt, welches dank einer Spende aus der Elternschaft noch bis zum Schuljahresende laufen kann, erleben die beiden 1. Klassen ebenfalls einige Stunden im Wald.

Hier liegt der Schwerpunkt auf den kleinen Tieren im und auf dem Boden. Mit den Augen ganz dicht über der Becherlupe beobachten wir eine Assel. Eine Assel, also ein Krebstierchen? Ja, Asseln sind eine Art Krebse!

Ausgerüstet mit Forschermaterial wie Lupen und Insektenstaubsaugern begeben wir uns als Naturforscher auf Expedition in den Wald. Was kriecht und krabbelt, wächst und knabbert denn da so alles um uns herum? Und dann entdecken wir einen kleinen Hügel am Rande einer Lichtung. Hier wimmelt es nur so von Waldameisen. Eine von ihnen, Amelie, hat uns einen Brief geschrieben und berichtet vom Leben der Ameisen.

Das Konzept der Draußen-Schule sieht eine enge Verzahnung mit den Lerneinheiten der einzelnen Unterrichtsfächer vor. Die Lehrpläne benennen für alle Fächer auch solche Lerninhalte, die sich entweder explizit auf die natürliche Umgebung beziehen, oder sich hervorragend in dieser behandeln lassen. Die Vermittlung bestimmter Lerninhalte soll also außerhalb des Klassenraumes stattfinden, eine Phase der Reflexion und Ergebnissicherung schließt sich im Laufe der Woche innerhalb der Klasse an.

 

(Bilder zu den Waldtagen befinden sich in der Bildergalerie!)

 

Johannes Plotzki

(Umweltpädagoge / LANDSCHAFTSABENTEUER)

 
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